Das Projekt wurde im Jahr 2014 abgeschlossen.

LAP und Bundesprogramm beendet, neue Partnerschaften für Demokratie beantragt

Mit dem Ende des Jahres 2014 sind auch die Lokalen Aktionspläne in Pankow und in Weißensee/Heinersdorf und deren Bundesförderprogramm „Toleranz fördern. Kompetenz stärken.“ endgültig ausgelaufen. Wir blicken zurück auf erfolgreiche Jahre zivilgesellschaftlichen Engagements. Als externe Koordinator_innen möchten wir uns an dieser Stelle noch mal für die gelungene Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Begleitausschüsse, den Organisator_innen der Mikroprojekte, den Coach_innen der Programme und den Mitarbeiter_innen vom BMFSFJ bedanken. In vielen vielfältigen Projekten wurden Menschen in demokratischem, solidarischem und antirassistischem Handeln und Denken gestärkt und neue Netzwerke gesponnen.

 

Im Rahmen des neuen Bundesförderprogramms des Familienministeriums mit dem Namen „Demokratie leben!“ hat sich der Bezirk Pankow wieder mit zwei Anträgen für Partnerschaften für Demokratie (früher Lokale Aktionspläne) an der Ausschreibung beteiligt. Aus einem vorläufigen Maßnahmebescheid geht hervor, dass der Bezirk für die nächsten fünf Jahre bei seiner Arbeit gegen menschenfeindliche, diskriminierende und rechtsextremen Tendenzen und zur Förderung von Demokratie und Vielfalt mit einer jährlichen Summe von insgesamt 110.000 Euro gefördert wird. Diese Fördersumme verteilt sich auf zwei Regionen, für die jeweils eine Partnerschaft für Demokratie beantragt wurde: Nord (Buch, Karow, Blankenburg, Französisch Buchholz, Pankow) und Süd (Heinersdorf, Weißensee, Prenzlauer Berg).

Das federführende Amt wird nach wie vor die Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial innehaben. Für die im Förderprogramm vorgesehene Koordinierungs- und Fachstelle werden wir von der Netzwerkstelle [moskito] uns erneut beim Bezirksamt bewerben. Nach der Auftragserteilung werden mit kleinen Steuerungsgruppen für beide Regionen Demokratiekonferenzen vorbereitet werden, auf denen dann Akteure, Ziele und Begleitausschüsse der Partnerschaften für Demokratie bestimmt werden.
Die grobe thematische Ausrichtung musste bereits in den Anträgen formuliert werden. Für die Region Pankow Nord wählten wir den Schwerpunkt Bekämpfung von Rechtsextremismus und Schaffung einer Willkommenskultur für geflüchtete Menschen, da sich hier durch die Aktivitäten von NPD und rassistischem Bürger_innenprotest und durch die Eröffnung der Containerunterkunft im Frühjahr ein Bedarf ergibt. Eine Partnerschaft für Demokratie in Pankow Süd soll dazu dienen, mehr direkte Beteiligung an gesellschaftlichem Leben von Einwohner_innen mit ihren verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen zu erreichen. Dabei sollen Fragen berührt werden wie: Wie könnte eine Zukunftsvision für eine soziale und kollaborative Stadt der Vielfalt aussehen? Wie können sich alteingesessene und zugewanderte Bürger/innen gemeinsam und auf Augenhöhe für ihre Interessen einsetzen? Wie kann eine interkulturelle Begegnung stattfinden, die Vorurteile präventiv verhindert oder abbaut? Welche Zugangsbarrieren insbesondere für Neuzugewanderte müssten abgebaut werden? Welche neuen Beteiligungsformen gibt es, und wie könnten diese für diesen Prozess nutzbar gemacht werden?